Chronik

2018

Am 6. Januar singen wir die Krönungsmesse von Mozart, und dabei werden wir durch Mitglieder eines japanischen Chores verstärkt: unser früheres Chormitglied Yasunori Okumura, mittlerweile als Solist und in Japan tätig, hat nicht nur Mitglieder eines Chores nach Wien begleitet, sondern singt gleich auch als Solist mit. Anschließend gibt es noch ein gemütliches Beisammensein beim Mittagessen. Ob wir auch einmal in Japan singen werden?

Am 1. Februar 2018 sind es 25 Jahre, seit die Chorvereinigung St. Augustin als Verein in das Vereinsregister eingetragen wurde.


Am 23. August 2018 erhielten wir eine sehr traurige Nachricht: unser langjähriges Chormitglied Christine Steurer ist verstorben.

Christine war ein Chormitglied der allerersten Stunde. Sie sang im Chor der Servitenkirche (7.Bezirk), als der junge Chorleiter Friedrich Wolf im Herbst 1957 die dortige Kirchenmusik übernahm. Sie ist mitgegangen, als Friedrich Wolf 1969 zum Regens Chori der Augustinerkirche berufen wurde. Und sie folgte ihm, wie alle Chorsängerinnen und -sänger, als Wolf 1993 von dort hinauskomplimentiert wurde, bis man dann in der Jesuitenkirche eine neue Heimat gefunden hat.

Nun schlug die große Stunde von Christine. War sie bisher nur ein „einfaches Chormitglied im Sopran“, so übernahm sie nach der Vereinsgründung neue zusätzliche Aufgaben. Sie konnte mit dem PC umgehen und war daher für die neue Welt des Computers und des Internets prädestiniert. Sie befüllte wöchentlich unsere Plakate mit Text und schickte sie in die Druckerei, entwarf den Besetzungszettel für jede Messe („Sonntagszettel“), brachte diesen ins Copyshop und legte ihn in der Kirche auf. Sie organisierte den Kartenverkauf für unsere Konzerte. Sie machte Werbung in den umliegenden Hotels und versorgte die Medien mit Presse-Informationen. Sie übernahm die neue Homepage und betreute sie. Sie versäumte fast keine Probe und war immer präsent. Sie war eine unverzichtbare Ratgeberin und Hilfe bei zahlreichen Problemen für jeden Obmann, bis sie plötzlich und unerwartet im September 2012 einen Schlaganfall erlitt und aus ihrem gewohnten Leben gerissen wurde. Da wurde uns zum ersten Mal so richtig bewusst, was Christine alles für den Chor geleistet hatte, immer still und leise, immer im Hintergrund. Jetzt musste die Arbeit rasch aufgeteilt werden und wir kamen drauf, dass wir für ihre Tätigkeiten vier Personen benötigten! Denn wem sollte man das alles aufhalsen?

Gottseidank erholte sich Christine wieder, aber sie war nicht mehr „die alte“. Sie musste kürzertreten. Anfangs machte sie noch die Plakate, gab sie aber bald wieder ab, denn ihre Sehkraft hatte sich verschlechtert. Sie betreute noch die Homepage, bis 2016 die neue installiert wurde. Die Sonntagszettel produzierte sie gemeinsam mit ihrem Mann Karl weiterhin bis Ende Juni d.J. Am 17. August informierte uns Karl, dass er aus gesundheitlichen Gründen die pünktliche Lieferung nicht mehr garantieren könne und daher auch diese letzte Arbeit für den Chor leider abgeben müsse. 25 Jahre lang für etwa 40 Messen und 2 Konzerte pro Jahr die Sonntagszettel produzieren, ins Copyshop bringen und abholen, verteilen!

Gleichzeitig sagte er, dass Christine im Spital sei, aber es sei sicher nichts Ernstes… Am 23. August ist sie friedlich eingeschlafen.

Christine Steurer wurde 2017 für ihre Verdienste für die Chorvereinigung St. Augustin mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet. Sie hat sich darüber ehrlich und aufrichtig gefreut. Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie, besonders aber ihrem Mann Karl, der selber lange Jahre unser Chormitglied war und viel mitgeholfen hat.

Wir werden Christine nie vergessen!

2017

Karin ThannerKarin Thanner, ein langjähriges Chormitglied, hat uns für immer verlassen. Viel zu früh ist sie, erst 64 Jahre alt, am 23.10.2017 nach eineinhalb Jahren geduldigem Kampf gegen ihre Krankheit verstorben.

Die meisten Chormitglieder kennen sie nicht mehr, sie hat schon vor einigen Jahren – bei der Romreise 2011 war sie nicht mehr dabei – still und leise wegen Differenzen den Chor verlassen. Unauffällig, so wie es ihre Art war. Doch ihre Spuren sind bis heute deutlich sichtbar: Das Design der „Orgelpfeifen“ – unser Logo – stammt von ihr und ihrem Mann. Der Folder wurde von ihr entwickelt und bis zu ihrem Ausscheiden von ihr betreut, vom Inhalt bis zum fertigen Druck.

Sie war eine Chorsängerin, die seit der Gründung der Chorvereinigung St. Augustin Anfang Februar 1993 an vorderster Front mitgearbeitet hat. Sie hat, gemeinsam mit einigen anderen, das Geschick des Chores auf ihren Schultern getragen und hat mit ihrem Herzblut für den Chor gearbeitet und sich um vieles gekümmert, weil wir mit der Chorvereinigung – einem Verein – Neuland für alle Beteiligten betreten haben. Sie hat intensiv daran gearbeitet, dass ein Chor ordnungsgemäße Strukturen braucht und hat darum gekämpft, dass eine Chorvereinigung keine Diktatur Einzelner ist, sondern nur funktionieren kann, wenn alle an einem gemeinsamen Strang ziehen. Sie war ein Jahrzehnt lang Schriftführerin in unserem Verein. Sie hat die Festschrift 1998 redaktionell betreut. Sie hat sich um die Organisation der Chorreisen gekümmert: nach Südtirol 1996, nach Varese 1997, nach Todi 1998, nach Legnago 2000, nach Chieti 2006. Und vieles mehr.

Haben wir sie gebührend geschätzt? Haben wir uns bei ihr bedankt? Oder wurde nie darüber gesprochen, weil alles so selbstverständlich war? Haben wir sie gekränkt, dass sie uns verlassen hat? Es ist noch nicht zu spät, ihr „Danke“ zu sagen! Einige von uns, als Chorsängerinnen und Chorsänger der Chorvereinigung St. Augustin, sind einer Einladung gefolgt, bei einer Seelenmesse am 23. November 2017 für Karin mitzuwirken. Danke für alle Deine Mühe und konstruktive Arbeit für unseren Chor, Karin!

Unser Kirchenmusikprogramm 2017 bringt wieder viele wohlbekannte Werke, es sind viele große Messen dabei: die doppelchörige Messe in Es-Dur von J.G. Rheinberger, große Messen von Schubert (Messe in B, Messe in Es), Puccini „Messa di Gloria“, Haydn (Heiligmesse, Paukenmesse, Nelsonmesse) und Mozart (Missa Longa, Krönungsmesse, Orgelsolomesse). Einer der Höhepunkte des Musikprogramms in der Liturgie ist wieder die Aufführung der unvollendeten c-Moll-Messe von Mozart, ein seltenes Ereignis, das von Musikfreunden sehr gesucht wird. Eine besondere Rarität, die „Jubelmesse“ von C.M. Weber, wird neu einstudiert. Zur Auferstehungsfeier in der Osternacht bringen wir die beliebteste aller Messen zur Aufführung: Mozarts Krönungsmesse und natürlich das „Halleluja“ aus dem „Messiah“ von G. F. Händel zum Schluss.

Als Abendkonzert im Frühjahr präsentieren wir am 16. Mai erstmals das „Stabat Mater“ von Antonín Dvořák, das unser Chor zum ersten Mal und mit großem Erfolg aufführt. Jeder, der dabei war, wird diese Aufführung in der Jesuitenkirche in besonderer Erinnerung behalten, ist doch gerade dieses Werk im sakralen Raum ein besonderes Erlebnis.

Als Herbstkonzert bringen wir am 18. Oktober das Requiem in d-Moll von W.A. Mozart. Dieses beliebte Werk war schon drei Jahre nicht bei uns zu hören (zuletzt am 2.11.2014 im Rahmen der Liturgie). Am 29. Oktober wird die Messe in C-Dur von Beethoven aufgeführt. Im November stehen weitere großartige Werke der Kirchenmusik auf unserem Programm: Die Messe in D-Dur von Antonín Dvořák und die „Orgelsolomesse“ von Mozart.

Vor der Adventszeit folgt der absolute Höhepunkt mit zwei Messen von Anton Bruckner: für das Hochamt am 19. November wird die Messe in d-Moll zum ersten Mal unter Andreas Pixner einstudiert (sie wurde zuletzt am 13. Mai 2004 unter Herbert Ortmayr konzertant aufgeführt). Gleich am Sonntag danach gestalten wir das Hochamt mit Bruckners Messe in f-Moll. Diese beiden Messen zählen zweifelsohne zu den „Seven Summits“ der Kirchenmusik!

2016

Gabriele SimaAm 27. April 2016 ist Kammersängerin Gabriele Sima mit 61 Jahren nach schwerer Krankheit in Wien verstorben. Die Chorvereinigung St. Augustin trauert um das langjährige Mitglied der Gruppe unserer Solisten und drückt der Familie ihre tief empfundene Anteilnahme aus. Spontan widmen wir die Messe in c-Moll von W.A. Mozart am 1. Mai ihrem Gedenken.

Auch unser Abendkonzert am 19. Mai mit Verdis Requiem ist ein Anlass, ihrer besonders zu gedenken, hat sie doch bei der ersten Aufführung am 21.5.2011 als Solistin mitgewirkt.

Gabriele Sima war mit uns seit vielen Jahren künstlerisch verbunden. Zum ersten Mal wirkte sie am 13.10.1998 bei der Aufführung des Requiems von Mozart unter Prof. Wolf mit, ihr letzter Auftritt war in der „Heiligmesse“ am 19.4.2015. Ihre Mitwirkung beim Abendkonzert und der Neuaufnahme der Messe in Es-Dur von Franz Schubert (1.6.2015) musste sie krankheitsbedingt absagen.

Sie wirkte bei vielen Abendkonzerten und Hochämtern mit, neun CD-Aufnahmen zeugen von der beglückenden musikalischen Zusammenarbeit: Waisenhausmesse (2000), Schöpfungsmesse (2001), Messias (2003), Mozarts Vesperae de Dominica (2006), Paukenmesse (2007), Theresienmesse (2008), Mozart-Requiem (2010), Christmette mit Krönungsmesse (2011) und Verdi-Requiem (2011). In besonderer Erinnerung bleibt auch die Konzertreise nach Rom zum Festival „Musica et Arte sacra“ im Oktober 2011, wo wir in der Kirche Sant Ignazio gemeinsam das Mozart-Requiem musizierten. Am 2. Juni 2016 findet um 17 Uhr in der Jesuitenkirche eine Seelenmesse für Frau Gabriele Sima statt.

Schubert Es-DurIm Juni 2016 erscheint die neue CD: Die „Messe in Es-Dur“ (D 950) von Franz Schubert entstand im Juni und Juli seines letzten Lebensjahres (1828). Wie viele andere seiner großen Spätwerke hat Schubert sie nie gehört. Schubert soll über das Werk gesagt haben, er habe „das Höchste in der Kunst“ angestrebt. Die Es-Dur-Messe ist mit etwa 55 Minuten Aufführungsdauer Schuberts längste und größte Messe, auch was die Besetzung betrifft. Diese Aufnahme ist der Mitschnitt des Konzertes vom 1. Juni 2015. Die Chorvereinigung St. Augustin in der Jesuitenkirche hat Schuberts Große Messe in Es seit Jahrzehnten im ständigen Repertoire. Wenn sie auch allein durch ihre bloße Länge die Dimension einer „normalen“ Messfeier sprengt, hat sie doch hier in der Jesuitenkirche einen festen Platz in der liturgischen Gestaltung und ist tief eingewurzelt in die Tradition der Wiener Kirchenmusik. Wie bei allen anderen von ihr gesungenen Messen folgt auch dabei die Chorvereinigung St. Augustin in ihrem steten Bemühen nach höchster musikalische Qualität Schuberts Streben nach dem „Höchsten in der Kunst“.

Am Cover der CD prangt wieder ein Bild von Max Weiler (1910-2001), das Werk „Freudige Komposition“ aus 1992, zu besichtigen im Casino Innsbruck, das uns das Bild freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

Sie können diese CD wie üblich nach den Sonntagsgottesdiensten erwerben oder über unsere Homepage hier online bestellen.

Alfred ŠramekLeider müssen wir 2016 noch einmal Abschied nehmen: Kammersänger Alfred Šramek ist am 23. Juni 2016 seinem Krebsleiden erlegen. Er hat uns viele Jahre als Bass-Solist begleitet, und er hat auch nach der Diagnose noch des Öfteren mit uns musiziert. Noch heute denken manche von uns bei jeder Credomesse an seine Credo-Rufe, es gibt einfach gewisse Messen, die für uns mit ganz bestimmten Solisten verknüpft sind.

Auch auf einigen unserer CD-Aufnahmen ist KS Alfred Šramek zu hören: unsere Weihnachts-CD mit der Krönungsmesse von W.A. Mozart, Antonín Dvorak: Messe in D-Dur, Joseph Haydn: Nikolaimesse, W.A. Mozart: Credomesse und Piccolominimesse, sowie Franz Schubert: Große Messe in F-Dur.

Wir werden uns immer gerne an unsere gemeinsamen Messfeiern sowie Konzerte und CD-Aufnahmen mit KS Alfred Šramek erinnern.

2015

Auch 2015 singen wir in der Osternacht die Missa solemnis KV 337 von Mozart. Darauf folgen nach der Schubert B-Dur Messe zwei Messen von Joseph Haydn: die Heiligmesse und die Mariazellermesse. Als Höhepunkt des Frühjahrsprogramms darf die Aufführung von Mozarts unvollendeter c-Moll-Messe KV 427 im Rahmen der Liturgie gelten, was vermutlich zum ersten Mal seit der Uraufführung am 25.8.1783 in Salzburg der Fall gewesen sein dürfte.

HeiligmesseNeue CD ab April 2015: Die Heiligmesse („Missa Sancti Bernardi de Offida“ in B-Dur; Hob. XXII:10). wurde am 11. September 1796 in Eisenstadt uraufgeführt; sie ist dem Seligen Bernardo von Offida gewidmet, einem italienienischen Kapuzinermönch, der sich in der Krankenfürsorge sehr verdient gemacht hatte. Der gängige Beiname „Heiligmesse“ rührt daher, dass Haydn im Sanctus die Melodie eines damals bekannten Kirchenliedes („Heilig, heilig, du bist allzeit heilig“) verwendet, allerdings dezent in den Mittelstimmen versteckt; der Komponist selbst macht darauf am Rande der Partitur aufmerksam. Zu dieser CD möchten wir anmerken, dass wir einen im Jahre 2003 noch unter Prof. Wolf entstandenen Mitschnitt technisch auf den neuesten Stand gebracht haben und nunmehr als unsere neueste CD ab sofort zum Verkauf anbieten können. Als „Bonustrack“ ist ein „Veni Sancte Spiritus“ von Antonio Salieri (1750 – 1825) beigefügt. Als Salieri 1787 zum Wiener Hofkapellmeister ernannt wurde, konnte er als Opernkomponist bereits beachtliche Erfolge aufweisen, als Kirchenmusiker war er bis dahin kaum in Erscheinung getreten. Seine erste große Messe war die „Hofkapellmeistermesse“ (1788). Das “Veni Sancte Spiritus” stammt aus dem Jahre 1805 und ist das Graduale des Pfingstfestes.

Der CD ist ein sorgfältig editiertes, 12-seitiges Booklet in Deutsch und Englisch beigelegt, welches einen neu verfassten Artikel über die Heiligmesse von Mag. Patrick Maly enthält.

Sie können diese CD wie üblich nach den Sonntagsgottesdiensten erwerben oder über unsere Homepage hier online bestellen.

Als Abendkonzert im Frühjahr 2015 bringen wir am 1. Juni die „Große Messe in Es-Dur, D 950“, von Franz Schubert, sowie „Intende voci“, D 963, Motette für Chor und Tenorsolo, zur Aufführung. Es handelt sich um eine musikalische Neueinstudierung, das Konzert wird für eine neue CD mitgeschnitten.

Schon neigt sich das Arbeitsjahr dem Ende entgegen. Doch auch in den verbleibenden frühsommerlichen Wochen stehen vier großartige Schätze der Kirchenmusik auf dem Programm der Chorvereinigung St. Augustin in der Jesuitenkirche: eine große Messe von Joseph Haydn, zwei Messen von Mozart und die D-Dur-Messe von Dvorak. Damit verabschieden wir uns nach 42 gesungenen Messen und 2 Abendkonzerten in der Saison 2014/2015 in die wohlverdiente Sommerpause.

SChubert G-DurSchuberts Messe in G-Dur (unsere alte Aufnahme war seit Jahren vergriffen) wird neu aufgenommen und mit drei zu Unrecht kaum bekannten Motetten kombiniert. Vermutlich von 1815 stammt „Totus in corde langueo“, ein Offertorium für Sopran, Soloklarinette und Orchester: ein gut fünfminütiges, sehr virtuos gestaltetes, dreiteiliges Werk in Da-capo-Form. Als liturgische Gebrauchsmusik konnte sich das frühe Werk allerdings nicht durchsetzten, weil es für den Einsatz in der Eucharistiefeier wohl zu weltlich klang. Das „Salve Regina“, op. 153 in A-Dur, D 676, für Sopran und Orchester (Drittes Offertorium) wurde unter nicht bekannten Umständen 1819 komponiert. „Intende voci“, D 963, Motette für Tenorsolo, Chor und Orchester, stammt aus dem letzten Lebensjahr Schuberts. Die Motette ist im Umfeld einiger der größten Werke der musikalischen Weltliteratur entstanden, ein Auftragswerk. Und doch spiegelt auch diese “Aria con Coro” etwas von der Atmosphäre dieses letzten Schaffensjahres. Schubert hat darin die barocken und klassischen Vorbilder, die seine früheren religiösen Werke prägten, hinter sich gelassen und seinen persönlichen stimmungsvollen Kirchenmusikstil gefunden. Die Reinschrift der Partitur ist mit Oktober 1828 datiert, einem Zeitpunkt, zu dem Schubert bereits vom Tode gezeichnet war. Er starb wenige Wochen später am 19. November 1828. Der CD ist ein sorgfältig editiertes, 12-seitiges Booklet in Deutsch und Englisch beigelegt. Das Cover schmückt wieder ein Bild von Max Weiler (1910-2001) mit dem Titel „Winternacht“ (1955).

Sie können diese CD wie üblich nach den Sonntagsgottesdiensten erwerben oder über unsere Homepage hier online bestellen.

In der Herbstsaison präsentieren wir wieder wundervolle Werke aus dem großen Schatz der Kirchenmusik: die „Nelsonmesse“ und die „Theresienmesse“ von Haydn, die Messe in As von Schubert, die in der Liturgie sehr selten aufgeführte Messe in c-Moll von Mozart, und als Höhepunkt des musikalischen Programms die Messe in f-Moll von Anton Bruckner am Christkönigssonntag (22.11.). Aufgrund einer Erkrankung unseres Chorleiters muss kurzfristig ein Dirigent gefunden werden, der bereit ist, dieses große Werk – mit nur halbtägiger Orchesterprobe am Tag davor – zu dirigieren. Großer Dank gilt Herrn Robert Rieder, der dies in bewundernswerter Weise getan hat.

Das traditionelle Herbstkonzert bringt das Oratorium „Stabat Mater“ von Joseph Haydn am 7. Oktober. Wir hatten dieses Oratorium zuletzt 2006, also vor neun Jahren, dargeboten.

2014

2014 gestalten wir zum ersten Mal in der Jesuitenkirche die Auferstehungsmesse in der Osternacht musikalisch mit, und wir singen nicht wie bisher am Ostersonntag in der Minoritenkirche. Auf dem Programm stehen die „Missa solemnis“ KV 337 von W. A. Mozart sowie das „Halleluja“ von Händel.

JohannespassionIm April 2014 ist es Wirklichkeit geworden: der Konzertmitschnitt unserer Aufführung vom 9. Oktober 2012 der „Johannespassion“ von Johann Sebastian Bach liegt ab sofort in Form einer Doppel-CD vor! Immer wieder wurden wir gefragt, ob es dieses Werk auch von uns auf CD gäbe. Die Live-Aufnahme wird von allen Mitwirkenden als sehr gelungen empfunden. Dazu wird ein 20-seitiges, sorgfältig editiertes Booklet gestaltet, mit einem Bild von Max Weiler („Verehrung des Herzens Jesu“, 1946, Fresko in der Theresienkirche in Innsbruck) am Cover.

Sie können diese CDs wie üblich nach den Sonntagsgottesdiensten erwerben oder über unsere Homepage hier online bestellen. Preis der Doppel-CD: € 22,-

Ein Highlight ist wieder die „Messa di Gloria“ von Puccini am 4. Mai, als Konzert im Frühjahr gelangt am 22. Mai „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn zur Aufführung. Wir haben dieses Meisterwerk der Chor-/Orchesterliteratur sechs Jahre nicht aufgeführt. Der Juni bringt mit der Dvorak D-Dur Messe, der Haydn Nikolaimesse sowie der Schubert As-Dur Messe weitere schöne Werke, mit denen wir uns in die Sommerpause verabschieden.

Im Herbst sind große Werke auf dem Programm: Beethoven C-Dur Messe, Schubert Es-Dur Messe, Puccini Messa di Gloria, Schumann c-Moll Messe – ein äußerst dichtes Programm. Da in diesem Jahr Allerseelen auf einen Sonntag fällt, bietet sich auch an, das Mozart Requiem im Rahmen der Liturgie zu singen. Und am 2. Dezember folgt das Konzert: das Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns.

Kostbarkeiten aus 20 Jahren CVSAAls am 1.2.1993 einige beherzte Damen und Herren der Vereinsbehörde die Gründung der „Chorvereinigung St.Augustin“ meldeten, war nicht absehbar, dass dieser Verein eine Zukunft haben könnte, denn die Voraussetzungen waren denkbar schlecht: ohne Geld, ohne Noten, ohne Probenlokal und vor allem ohne Kirche. Seit über 20 Jahren besteht nun die Chorvereinigung St. Augustin. In dieser Zeit wurden nicht nur über achthundert öffentliche Auftritte absolviert, darunter einige Konzertreisen nach Italien; auch viele CDs wurden eingespielt, davon acht Studioaufnahmen mit dem ORF und Preiser Records. Nun wird eine Doppel-CD mit einem Querschnitt aus dieser 20-jährigen Tätigkeit zusammengestellt, die seit September 2014 erhältlich ist.

Sie können diese CDs wie üblich nach den Sonntagsgottesdiensten erwerben oder über unsere Homepage hier online bestellen. Preis der Doppel-CD: € 22,-

2013

Bei der Aufführung der Dominicusmesse am 20. 1. denken wir an die Vertreibung des Chores aus der Augustinerkirche vor 20 Jahren, die zur Gründung der Chorvereinigung St. Augustin am 1.2.1993 geführt hat.

Ganz und gar nicht vertrieben haben wir P. Gustav Schörghofer, der am 10. Februar den Abschiedsgottesdienst zelebriert: er geht nach ca. 15 Jahren in der Jesuitenkirche, um als Pfarrer in Lainz zu wirken. Zum Abschied singen wir seine Lieblingsmesse, die “Nikolaimesse” von Joseph Haydn.

Am 23. Mai 2013 singen wir mit großem Erfolg das Frühjahrskonzert: das Deutsche Requiem von Johannes Brahms. Fast 400 Zuhörer verfolgen in gespannter Aufmerksamkeit dieses Konzert, über 50 Instrumentalisten und fast 100 Chorsänger stehen neben zwei Solisten und dem Dirigenten auf dem Podium. Eine Aufführung dieses Werkes im sakralen Raum ist ein rares Erlebnis.

Ein besonderes Highlight folgt dann im Juni: am 16. Juni singen wir die f-Moll Messe von Anton Bruckner – auf den Tag genau 141 Jahre nach der Uraufführung, die Bruckner selbst dirigieren musste, da der Chef des Singvereins, Johann v. Herbeck, im letzten Moment die Nerven und das Dirigat geschmissen hatte.

Die Saison 2012/2013 schließen wir mit der „Paukenmesse“ von Joseph Haydn ab, Dirigent ist Herr Michal Kucharko, da unser Chorleiter an diesem Termin verhindert ist.

Lothar HospAm Samstag, dem 7. September nehmen wir in einer Seelenmesse von unserem langjährigen Mitglied Dr. Lothar Hosp Abschied: er verstarb am 12. Juli mit 87 Jahren – bis zuletzt war er ein wichtiges Mitglied der Tenorgruppe. Lothar sang schon bei der Uraufführung von Paul Hindemiths Messe unter der Leitung des Komponisten: Er war gewissermaßen der Doyen der Wiener Chorsänger, hat er doch seit den 1950-er Jahren in vielen Ensembles mitgesungen. Am stärksten blieb er aber der Chorvereinigung St. Augustin verbunden, von den Jahren in der Augustinerkirche bis ins Frühjahr 2013. Er war immer charmant und beliebt bei Alt und Jung, hatte immer einen Scherz auf den Lippen. So meinte er manchmal halb-scherzhaft, an seinem Grab wünsche er sich das Kyrie aus Schuberts Es-Dur-Messe. Lieber Lothar – die Aufführung der Es-Dur-Messe am 24. 11. haben wir nur für Dich gesungen!

Bruckner Te DeumEine neue CD wird vorgestellt: die Wiederveröffentlichung des „Te Deum“ sowie 4 Motetten von Anton Bruckner (Tota pulchra, Locus iste, Virga Jesse, Os justi) und – erstmals auf CD – die Sopran-Arie „Anima mea“ von Wenzel Pichl, einem Zeitgenossen Mozarts, für deren Auffindung von Text und Noten wir wahrlich detektivische Fähigkeiten entwickeln mussten. Nach monatelangen Recherchen – von den Archiven des Dominikanerklosters und der Nationalbibliothek bis zur Musikuniversität – wurden wir schließlich im Stift Klosterneuburg fündig.

Sie können diese CD wie üblich an der Kirchentüre nach den Sonntagsgottesdiensten erwerben oder über unsere Homepage hier online bestellen.

Am 17.11. führen wir zum ersten Mal die „Messa di Gloria“ von Puccini auf – ein großer Erfolg, weshalb wir sie dann im Frühjahr 2014 gleich wieder aufs Programm setzten.

2012

Verdi RequiemDie Besucher unseres Abendkonzertes am 21. Mai 2011, in dem wir die „Messa da Requiem“ von Giuseppe Verdi zur Aufführung bringen, haben die selten gebotene Gelegenheit, dieses gewaltige Werk im sakralen Rahmen der Jesuitenkirche zu erleben. Viele haben den Wunsch, dieses Klangerlebnis wiederholen zu können. Nun ist es Wirklichkeit geworden: der Konzertmitschnitt liegt ab sofort in Form einer Doppel-CD vor!

Am Cover ist ein Bild von Max Weiler („Rose von Jericho“, 1977, Deckenbild in der Pfarrkirche Mayrhofen in Tirol).

Sie können diese CD wie üblich an der Kirchentüre nach den Sonntagsgottesdiensten erwerben oder über unsere Homepage hier online bestellen.

Das Frühjahrskonzert findet 2012 am 24. Mai statt, auf dem Programm stehen verschiedene Chormotetten. Mit einer sensationellen Aufführung von Schuberts Messe in Es-Dur verabschieden wir uns am 24. Juni in die Sommerpause. Die große Begeisterung der Kirchenbesucher zeigt sich am ungewöhnlich langen Schlussapplaus – und auch im Geldkörbchen an der Kirchentüre…

Auch das 2.Halbjahr ist reich an Höhepunkten! Um nur einige herauszugreifen: Die „Heiligmesse“ von Haydn (30.9.), die „Hofkapellmeistermesse“ von Salieri (7.10.), die As-Dur-Messe von Schubert (28.10.), die Messe in D von Dvorak (1.11.), die Messe in e-Moll von Bruckner (25.11.), die „Waisenhausmesse“ von Mozart (8.12.), die Pastoralmesse von Diabelli (6.1.).

Wir haben diesmal zwei Konzerte zur Auswahl: am 8. Oktober: J.S.Bach “Johannespassion” und am 2.November: Mozart “Vesperae solennes de Confessore” KV 339 und Michael Haydn “Schrattenbach-Requiem”.

Mit diesem Programm im Gepäck fliegt der Chor mit dem Orchester dann am nächsten Morgen nach Nizza. Am 4.November singen wir das Konzertprogramm in der Kathedrale von Vence und am 5. November in der Kathedrale in Monte Carlo. Natürlich bleibt auch ein wenig Zeit, um Nizza und Monte Carlo zu erkunden – in Vence ist leider so starker Regen, dass wir froh sind, vom Bus einigermaßen trocken in die Kathedrale gelangt zu sein. Für mehr ist leider nicht die Gelegenheit gegeben.

2011

Mozart RequiemAb Montag, 10. Jänner 2011 ist unsere neueste CD-Produktion, das Mozart-Requiem in d-Moll, erhältlich. Es ist dies ein Live-Mitschnitt des Konzertes vom 27.10.2010.

Sie können diese CD hier online bestellen.

Im ersten Halbjahr 2011 können wir den Besuchern wieder viele große Werke der Kirchenmusik bieten – Messen von Haydn, Mozart, Schubert und Dvorak. Die Neueinstudierung in der Fastenzeit – Joseph Gabriel Rheinberger: “Cantus missae” (Messe in Es-Dur op. 109) – ist eine doppelchörige Messkomposition.

Verdi RequiemDer absolute Höhepunkt der kirchenmusikalischen Tätigkeit des Chores im Frühling 2011 ist das Konzert mit der “Messa da Requiem” von Giuseppe Verdi. Die Aufführung dieses gewaltigen sakralen Werkes in sakralem Rahmen ist ein Erlebnis für Aufführende und Zuhörer und wird viel bejubelt. Der Mitschnitt des Konzertes ist als CD erhältlich.

Artikel aus „The Vienna Review“ über die Aufführung des Verdi-Requiems. („Making a Joyful Noise“ von Johanna Neyt, Englisch)

Sant'IgnazioVon 27. bis 30. Oktober sind wir in Rom, wo wir im Rahmen des Festivals „Musica e Arte Sacra“ am 30. Oktober in der Basilika Sant’Ignazio vor 3.500 Zuhörern das Requiem von W.A. Mozart aufführen. Es ist ein großer Erfolg, wie an den langen „standing ovations“ zu erkennen ist.

WeihnachtsmusikAb 30. November 2011 ist unsere neue CD „Christmette in Wien – Musik zur Weihnachtszeit” erhältlich. Die musikalische Herausforderung ist ganz einfach: unter dem Slogan „Christmas in Vienna“ wird seit Jahren im TV ein kommerzielles Produkt vermarktet, das mit Weihnachten in Wien wenig zu tun hat. Wir wollen hier einen Gegenpol setzen und ein musikalisches Advent- und Weihnachtsprogramm einer anderen Art präsentieren. Die Darbietung vieler bekannter und weniger bekannter Musikstücke der Advents- und Weihnachtszeit, eingebettet in Mozarts „Krönungsmesse“, ist ein ganz besonderes Erlebnis im prachtvollen Rahmen der abendlich beleuchteten Jesuitenkirche, wo dieses Programm im Rahmen eines Abendkonzertes aufgeführt wird.

Sie können diese CD hier online bestellen.

2010

Am 4. Mai findet unser Frühjahrskonzert statt – diesmal steht G.F. Händel: „Messiah“ (gesungen auf Englisch) auf dem Programm. Das Konzert ist ein großer Erfolg. In der Liturgie singen wir u.a. Schubert F-Dur, Mozart Piccolominimesse, Mozart Missa solemnis KV 337, Haydn Nicolaimesse. Nach der Nelsonmesse von Haydn verabschieden wir uns am 27.6. mit der Es-Dur Messe von Franz Schubert in die Sommerpause.

Mozart RequiemAm 27. 10. 2010 singen wir das Requiem in d-Moll von W.A. Mozart: Dieses Herbstkonzert wird live aufgenommen und erscheint als CD. Das Cover stammt wieder von Max Weiler, es hat den Titel „Malerei – Weiße Blöcke“ (1958). Dieses bedrohliche Graublau passt genial zum d-Moll des Requiems. Frau Prof. Yvonne Weiler hat das Bild großzügig zur Verwendung für das CD-Cover zur Verfügung gestellt.

Sie können diese CD hier online bestellen.

2009

Haydn-Jahr 2009

Die Messen Joseph Haydns waren und sind immer ein Hauptbestandteil des Kirchenmusikprogramms der Chorvereinigung St. Augustin. Der Chor hat alle großen Messen Haydns im Repertoire und bringt sie im Laufe dieses Jubiläumsjahres 2009 während der Liturgie zur Aufführung. Eine Ausnahme stellt die „Cäcilienmesse“ dar, die auf Grund ihrer Länge den Rahmen eines Gottesdienstes sprengen würde; diese wird am 13. Oktober 2009 als Abendkonzert dargeboten. Im ersten Halbjahr 2009 präsentieren wir acht Haydn-Messen im Rahmen der Liturgie in der Jesuitenkirche.

Schöpfungsmesse in Eisenstadt ( 31. Mai 2009)

SchöpfungsmesseAm 31. Mai 2009, dem 200. Todestag Joseph Haydns, gestaltet die Chorvereinigung am Schauplatz der Uraufführungen aller großen Haydnmesse, der Bergkirche zu Eisenstadt, den Gedenkgottesdienst um 9.30 Uhr mit der „Schöpfungsmesse“ mit – dieser wird vom ORF und ZDF live im Fernsehen ausgestrahlt. So hat ein Millionenpublikum die Gelegenheit, am Vormittag des Pfingstsonntag – zum Höhepunkt der Festivitäten in Eisenstadt zu Haydns Todestag – eine festliche Aufführung der vorletzten seiner Messen zu hören und zu sehen. Der burgenländische Bischof Dr. Paul Iby zelebriert den Festgottesdienst vor einem geladenen Publikum, da die Bergkirche nur eine geringe Sitzkapazität hat. Auch unser Chor kann nur mit der Hälfte der Chormitglieder auftreten, da der Platz auf der Orgelempore sehr beschränkt ist. Wir musizieren mit einem hochkarätigen Solistenquartett, nämlich den Damen Monika Riedler und KS Gabriele Sima sowie den Herren Christian Bauer und Klemens Sander, sowie dem Haydnorchester Eisenstadt. Dirigent ist unser Chorleiter Andreas Pixner.

Es ist ein erhebendes Gefühl für alle Mitwirkenden, an dieser historischen Stätte, wo im Mausoleum Joseph Haydn bestattet ist, zu musizieren und die Stufen zur Orgelempore, die der große Meister vor über 200 Jahren selbst hinaufgestiegen ist, bis zur Orgel, an der er einst gespielt hat, zu betreten.

Trotz der Strapazen, die eine TV-Liveübertragung mit sich bringt – wir sind am Samstag von früh am Morgen bis zum Abend fast pausenlos bei den Proben eingesetzt, und Sonntag früh wartet der Bus schon um 7:30 am Luegerplatz – ist es ein tolles Erlebnis für uns alle. Nicht zuletzt bedanken wir uns bei den „guten Geistern“ der Pfarre Eisenstadt-Oberberg, die uns während der Pausen mit Speis und Trank gelabt haben. Ein DVD-Video zu dieser Aufführung ist erhältlich.

2008

Der Ehrenpräsident der Chorvereinigung St. Augustin, Professor Dr.h.c. Manfred Mautner-Markhof, ist am 7. Jänner 2008 verstorben. Wir werden ihn stets in dankbarer Erinnerung behalten.

Das „Requiem in d-Moll” von Wolfgang Amadeus Mozart wird im Herbstkonzert aufgeführt.

Hier finden Sie einen Bericht über die Aufführung der Messe in e-Moll von Anton Bruckner (16. November 2008, Englisch)

Friedrich WolfAm Sonntag, dem 14. Dezember 2008, ist um 8 Uhr früh Prof. Mag. Friedrich Wolf, Gründer und langjähriger Leiter der Chorvereinigung St. Augustin nach schwerem Leiden im 74. Lebensjahr gestorben. Tief betroffen von dieser Nachricht singt die Chorvereinigung St. Augustin während der Sonntagsmesse in der Jesuitenkirche ihm zum Gedenken das „Ave verum“ von Mozart.

2007

Auf dem Programm des Frühjahrskonzertes 2007 steht “Ein deutsches Requiem” von Johannes Brahms (Solisten: Cornelia Horak, Sopran; Klemens Sander, Bass). Es ist ein großer Erfolg.

Im September gab es die Aufführung der Messe in c-Moll von Robert Schumann. Dieses Werk stand zuletzt im Jahre 1999 auf dem Programm der Chorvereinigung. Es ist außerordentlich selten zu hören.

Das Herbstkonzert bringt das “Requiem in d-Moll” von Wolfgang Amadeus Mozart.
(CD)

2006

Missa Solemnis DVDAm Beginn des Mozartjahres 2006, zu Mozarts 250. Geburtstag am 27. Jänner, wird der Gottesdienst aus der Jesuitenkirche von Eurovision live übertragen (W.A. Mozart – Missa Solemnis in C-Dur KV 337). Von dieser Festaufführung wird eine DVD produziert.

lauermannIm Auftrag von Wiener Mozartjahr 2006 hat Herbert Lauermann (* 1955 in Wien) das “Vater unser” vertont. Im Rahmen des Frühjahrskonzertes der Chorvereinigung St. Augustin wird dieses Werk uraufgeführt (Interpretation: Wiener Kammerchor, Leitung: Michael Grohotolsky).

In Gegenüberstellung dazu interpretiert die Chorvereinigung St. Augustin unter ihrem musikalischen Leiter Andreas Pixner die “Vesperae solennes de Dominica” KV 321 und das “Exsultate jubilate” KV 165 von W.A. Mozart. Als Beitrag des ORF Wien zum Mozartjahr 2006 wird dieses Konzert auf CD (Solistin: Ildiko Raimondi) eingespielt.

Chorreise nach Chieti zur „Settimana Mozartiana“ (14. bis 17. Juli 2006)
chorreise_settimana_mozartianaDie Veranstalter der „Settimana Mozartiana“ haben unseren Chor eingeladen, heuer dieses Festival mitzugestalten. Wir fahren am 14. Juli abends mit dem Nachtzug nach Pescara, wo wir auch wohnen, und nach ersten Proben in der Kathedrale von Chieti singen wir beim festlichen Eröffnungsgottesdienst am Sonntag die Missa Solemnis in C, KV 337. S.E. Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien, und S.E. Mons. Bruno Forte, Erzbischof von Chieti, zelebrieren den Gottesdienst gemeinsam und empfangen unseren Chor anschließend im nahegelegenen Teatro Marrucino zu einem Gespräch.

Am Sonntag Abend geben wir dann – ebenfalls im Dom von Chieti – ein Konzert, wobei die Credomesse, die Piccolominimesse, das Laudate Dominum sowie das Ave Verum und 2 Kirchensonaten auf dem Programm stehen.

Unser Orchester besteht zum größten Teil aus Schülern und Studenten des Musikgymnasiums Wien und trägt wesentlich zum Erfolg unserer Auftritte bei.

Ein Joseph Haydn-Schwerpunkt im Herbst bringt die “Theresienmesse” und die “Große Orgelsolomesse” in der Liturgie und als Höhepunkt das Konzert mit dem “Stabat Mater”.

Schubert As-DurDie Aufführung der „Großen Messe in As-Dur“ von Franz Schubert wird eingespielt und ist als CD erhältlich.

dominikusmesse - spatzenmesseIm Herbst erscheint auch eine Mozart-CD mit zwei Live-Aufnahmen aus der Jesuitenkirche: Wolfgang Amadeus Mozart – Dominicusmesse und
Spatzenmesse.

2005

KV 194 und LoretomesseDie beiden Messen von W.A. Mozart (Missa brevis in D-Dur, KV 194, und Missa brevis in B-Dur, KV 275) werden 2005 neu einstudiert (CD).

Neben zwei großen Messen von Joseph Haydn (Theresienmesse, Harmoniemesse) wird auch seine erste Messe, genannt Jugendmesse, im Rahmen der Liturgie geboten.

KonzertAuf dem Programm des Frühjahrskonzertes steht das selten gespielte Requiem in c-Moll von Michael Haydn und die Vesperae solennes de Dominica (KV 321) von W.A. Mozart. Die Live-Einspielung des Konzertes ist auf CD erhältlich.

2004

ortmayrVon Jänner bis Oktober ist Prof. Herbert Ortmayr der musikalische Leiter der Chorvereinigung St. Augustin.

Im Frühjahrskonzert 2004 bietet die Chorvereinigung St. Augustin die Messe in e-Moll und Motetten von Anton Bruckner. Dieses Konzert wird aufgezeichnet und erscheint als CD, mit einem Bild des Malers Max Weiler als Cover.

orgelDer Pfingstsonntag ist für die Jesuitenkirche und für die Chorvereinigung ein großer Tag: Das erste Hochamt mit der neuen, von OBM Hartwig Späth aus Freiburg gebauten Orgel findet statt (Große Orgelsolomesse von Joseph Haydn – CD).

PixnerNach dem Herbstkonzert mit dem Requiem und Motetten von W.A. Mozart übernimmt Herr Mag. Andreas Pixner die musikalische Leitung der Chorvereinigung St. Augustin.

Am zweiten Adventsonntag singen wir die Missa pro Dominicis Adventus et Quadragesimae für Chor und Blechbläser von Wolfgang Joseph Emmerig (geb. um 1776, gest. um 1839). Emmerig war Komponist und Kanonikus an der „Alten Kapelle“ in Regensburg.

Am letzten Adventsonntag gibt es eine „Adventlieder-Messe„, einen Gottesdienst mit Motetten zur Adventzeit.

2003

10 Jahre Chorvereinigung St. Augustin

Mit einem Festgottesdienst, musikalisch umrahmt mit der Waisenhausmesse (CD) von W.A. Mozart, feiern wir am 26. Jänner 2003.

10 Jahre Chorvereinigung St. Augustin bedeutet 10 Jahre Kirchenmusik in der Jesuitenkirche (Universitätskirche) – das sind nahezu 500 mit großer Kirchenmusik gestaltete Gottesdienste, zahlreiche Konzerte und begeistert aufgenommene CD-Aufnahmen in der Kirche.

Mit großer Kirchenmusik geht unser Jubiläumsprogramm weiter: unter anderem mit Franz Schuberts Großer Messe in Es-Dur, drei großen Messen von Joseph Haydn, der Großen Messe in f-Moll von Anton Bruckner (Pfingstsonntag) und der Großen Messe in C-Dur von Ludwig van Beethoven.

Zwei Konzerte mit dem Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel finden in der Zeit der Wiener Festwochen statt (CD).

DepardieuEnde Juni ist Gerard Depardieu in Carnuntum. Seine Lesung aus den „Confessiones“ des Augustinus begleiten wir mit Motetten von Heinrich Isaac und Anton Bruckner. Von der Regie durch das finstere Amphitheater gehetzt, können wir den Abend leider nicht genießen.

Im Herbst werden in einer Abendmusik das Te-Deum von Anton Bruckner und das Requiem von W.A. Mozart aufgeführt und eingespielt.

wolfNach der Mitternachtsmette am 24. Dezember legt Prof. Friedrich Wolf seine Funktion als Musikalischer Leiter der Chorvereinigung St. Augustin zurück. Fast fünfzig Jahre seines Lebens hat Prof. Wolf der Kirchenmusik gewidmet, vierunddreißig davon der Chorvereinigung St. Augustin.

Als junger Chorleiter übernahm er 1957 den Chor der Servitenkirche und leitete von 1969 bis 1993 den Chor der Augustinerkirche. Die allsonntäglichen Orchestermessen waren bald über die Augustinerkirche hinaus im In- und Ausland bekannt, nicht zuletzt durch zahlreiche Schallplattenaufnahmen, Rundfunk- und Fernsehübertragungen. 1993 mußte er die Augustinerkirche verlassen und der Chor folgte ihm.

Er begründete mit einigen beherzten Chormitgliedern die Chorvereinigung St. Augustin und fand in der Jesuitenkirche eine neue Wirkungsstätte, wo er bis zum 24.12.2003 blieb. Prof. Wolf hat als Regens Chori der Chorvereinigung Werke des „Thesaurus musicae sacrae“ auf hohem Niveau einstudiert und interpretiert und damit sehr vielen Menschen Freude bereitet. Er war eine unverwechselbare musikalische Erscheinung des Wiener Musiklebens, der die klassische Wiener Kirchenmusik zu neuem Leben erweckt hatte und selbst zur Institution geworden war.

Die Chorvereinigung St. Augustin verdankt Herrn Prof. Wolf und seiner Frau, die sein musikalisches Leben immer mitgetragen hat, sehr viel und dankt ihnen dafür.

2002

Die berühmtesten Messen Mozarts stehen im Mittelpunkt unseres Programmes 2002. Aber auch die großen Messen Franz Schuberts (Messe in As-Dur, Messe in Es-Dur), Ludwig van Beethovens Große Messe in C-Dur und Joseph Haydns Harmoniemesse erklingen im Rahmen der Liturgie.

In der Zeit der Wiener Festwochen laden wir zu dem Besuch eines Konzertes mit dem Werk „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms ein.

brahms_chronikWieder in Zusammenarbeit mit dem ORF-Landesstudio Wien wird „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms in der Jesuitenkirche (Universitätskirche) auf CD eingespielt. Die CD mit den Solisten Ildiko Raimondi, Sopran, und Wolfgang Bankl, Bass, erscheint im Oktober.

Am 8. Dezember gibt es eine Aufführung der „Missa brevis“ von Franz Xaver Frenzel, die der Komponist mit einem der Chorvereinigung St. Augustin gewidmeten „Credo“ ergänzt hat.

2001

Am 29. Jänner 2001 starb Max Weiler. Bei der offiziellen Trauerfeier in der Dr.-Karl-Lueger-Gedächtniskirche auf dem Wiener Zentralfriedhof können wir mit Joseph Haydns Mariazellermesse von dem großen Maler Abschied nehmen.

Schwerpunkte unseres Programmes in diesem Jahr sind die Messvertonungen Joseph Haydns. Elf der zwölf erhaltenen Messen werden im Rahmen der Gottesdienste aufgeführt.

Die „Caecilienmesse“ und das „Stabat Mater“ werden in zwei Konzerten dargeboten.

haydn_chronikDie „Schöpfungsmesse“ und die Missa in honorem St. Joannis de Deo („Kleine Orgelsolomesse„) werden, wieder in Zusammenarbeit mit dem ORF – Landesstudio Wien, in der Jesuitenkirche auf CD eingespielt.

2000

Kirchenmusikwerke der Romantik stehen 2000 im Zentrum der Chorarbeit. In den Hochämtern bringen wir u.a. die Messe in f-Moll von Anton Bruckner und die Messen in D-Dur von Antonin Dvorák und Otto Nicolai zu Gehör.

Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms steht im Mittelpunkt einer Abendmusik. Mit der Aufführung von drei Violinkonzerten und zwei Kantaten gedenken wir des 250. Todestages von Johann Sebastian Bach.

Auf Einladung der Stadt Legnago, der Geburtsstadt von Antonio Salieri, bringen wir im „Teatro Salieri“ in einem Gedenkkonzert zum 250. Geburtstag Antonio Salieris Gradualien und Offertorien und die „Hofkapellmeistermesse“ des Meisters zur Aufführung.

waisenhausmesseIn Zusammenarbeit mit dem ORF (Radio Wien) können wir noch vor Weihnachten im Haus der Musik unsere neue CD mit der „Waisenhausmesse“ und dem „Te Deum“ von W.A. Mozart präsentieren. Wieder ist die Jesuitenkirche (Universitätskirche) der Aufnahmeort.

1999

salieri_hofkapellmeistermesseDie Neueinstudierung der Orgelsolomesse von W. A. Mozart und der Messe in D-Dur („Hofkapellmeistermesse„) von Antonio Salieri mit anschließender CD-Aufnahme (wieder in Zusammenarbeit mit dem ORF – Radio Wien) zählt gewiß zu den Höhepunkten im Jahr 1999. Die Aufnahme findet in der Jesuitenkirche (Universitätskirche) statt.

Somit hat die Chorvereinigung nicht weniger als 22 Messen auf Tonträger eingespielt:
• vier Messen von Joseph Haydn
• fünf von W.A. Mozart
• alle sieben Messen von Franz Schubert
• eine Messe und das Requiem von Anton Bruckner
• und je eine Messe von Antonio Salieri, Ludwig van Beethoven und Antonín Dvorák.

Im Rahmen eines Hochamtes im Wiener Stephansdom gestaltet die Chorvereinigung St. Augustin gemeinsam mit den Wiener Symphonikern die „Missa solemnis“ von Professor Hanns Soler zu dessen 90. Geburtstag.

Während eines Hochamtes mit der Messe in e-Moll von Anton Bruckner im Stift St. Florian (Oberösterreich) können wir das „Magnificat“ von Richard J. Bing zur Welturaufführung bringen.

Nach der Sommerpause wird die Messe in c-Moll („Missa sacra“) von Robert Schumann einstudiert und dem Publikum in einem Konzert in der Wiener Universitätskirche vorgestellt.

Am dritten Adventsonntag gibt es eine Aufführung der „Missa brevis“ von Franz Xaver Frenzel.

1998

In der ersten Hälfte des Jahres 1998 führt die Chorvereinigung St. Augustin die sechs großen Messen von Joseph Haydn (Paukenmesse, Heiligmesse, Nelsonmesse, Theresienmesse, Schöpfungsmesse und Harmoniemesse) in der Jesuitenkirche (Universitätskirche) im Rahmen der Sonntagsgottesdienste auf.

Mit der konzertanten Darbietung der „Schöpfung“ wird der Zyklus „Joseph Haydn in der Jesuitenkirche (Universitätskirche)“ komplettiert.

chronik09Im Sommer widmet sich der Chor der Einstudierung einiger Motetten von Franz Liszt, Johannes Brahms und Anton Bruckner sowie der Missa super „Un Gay Bergier“ von Jacobus Gallus. Dieses Programm wird in zwei Konzerten in Perugia und Todi (Italien) erstmals vorgestellt.

liszt motettenDie Motetten von Franz Liszt sind gemeinsam mit Ludwig van Beethovens Großer Messe in C-Dur auf der neuen, in Zusammenarbeit mit dem ORF – Radio Wien in der Jesuitenkirche aufgenommenen CD erhältlich. Die Präsentation dieser CD findet im Theatermuseum Wien statt.

1997

schubertRechtzeitig zur 200. Wiederkehr von Franz Schuberts Geburtstag am 31. Jänner 1997 erscheint die Große Messe in F-Dur auf CD, womit die Chorvereinigung St. Augustin als einziger österreichischer Chor alle sieben Messen dieses Komponisten aufgenommen hat. Alle diese Messen werden 1998 im Rahmen der Gottesdienste in der Jesuitenkirche (Universitätskirche) in der Reihenfolge ihrer Entstehung aufgeführt werden.

Während der Feiern in der Schubertkirche (Pfarrkirche Wien-Lichtental) bringen wir im Rahmen der Liturgie vier Mal eine Messe von Franz Schubert zur Aufführung.
Wir singen die Messe in B-Dur, die Messe in C-Dur, die Messe in G-Dur und die Deutsche Messe in der Originalfassung mit Bläsern.

messiasTriumphaler ,Messias‘ in der Basilika San Vittore: Standing ovations, fünf Minuten ununterbrochener Applaus und ein Regen von ,Bravi‘ wurden Friedrich Wolf und seiner Wiener Chorvereingung St. Augustin vom Varesiner Publikum zuerkannt, das sich zum gewohnten Abschlußkonzert der örtlichen Festwochen in der Basilika San Vittore versammelt hatte. Eine tadellose Aufführung, die dem Triumph der Ästhetik und der baulichen, sichtbaren Schönheit wie einen Gegenaltar einen händelschen ,Messias‘ – nach den ,undeutschen‘ Prinzipien von Einfachheit und spiritueller Demut geformt – gegenüberstellte.“ So enthusiastisch urteilt die Zeitung „La prealpina“ nach unserem Konzert in Varese (Italien).

Weitere Konzerte mit dem „Messias“ folgen in der Jesuitenkirche-Universitätskirche in Wien und in der Stadtpfarrkirche St. Xaver in Leoben.

Im Herbst 1997 erhalten wir endlich wieder ein geeignetes Probenlokal in unmittelbarer Nähe zur Universitätskirche, das uns neben einer brauchbaren Akustik und versperrbaren Kästen für die Lagerung von Notenmaterial auch die Möglichkeit zu einem gemütlichen Umtrunk nach der Chorprobe bietet, ohne noch eine Gaststätte aufsuchen zu müssen.

festschriftAm 26. Oktober feiern wir mit Prof. Wolf in der Universitätskirche mit der Großen Messe in C-Dur von Ludwig van Beethoven dessen 40jährige Tätigkeit als Regens Chori und Dirigent.

In ihrer fünfjährigen Geschichte ist es der von Friedrich Wolf geleiteten Chorvereinigung St. Augustin auch unter ihrem neuen Namen gelungen, als eines der führenden österreichischen Kirchenmusikensembles anerkannt zu werden.

So freut es uns ganz besonders, daß der ORF die dem Gedenken an den vor 400 Jahren verstorbenen Jesuitenpater Petrus Canisius gewidmete Christmette 1997 aus der Jesuitenkirche (Universitätskirche) live ins In- und Ausland überträgt. Für diesen von Weihbischof Dr. Helmut Krätzl zelebrierten festlichen Gottesdienst hat Prof. Wolf die Große Credomesse von Wolfgang Amadeus Mozart als passende musikalische Umrahmung ausgesucht. In seiner Homilie bezieht sich Weihbischof Krätzl auf das „Credo“ dieser Messe, in der Mozart dieses Wort an die 60mal vertont hat, und zitiert Petrus Canisius: „Pro universo fidelium coetu betet er, also für die ganze Kirche und für jeden von uns, daß wir alles Alte ablegen und mit Christus gleichsam neu geboren und in seinem Geist erneuert, die Berufung, die jeder von uns hat, mit größerem Eifer anpacken und wieder neu voranschreiten„.

1996

Im Bruckner-Jahr 1996 widmet sich die Chorvereinigung insbesondere der Neueinstudierung und Aufführung von kirchenmusikalischen Werken Anton Bruckners. Besonders die e-Moll-Messe mit ihren vieltaktigen a-cappella-Stellen und der teilweise achtstimmigen polyphonen Konzeption stellt besondere Ansprüche an Sänger und Musiker.

bruckner motettenDieses Werk und einige Motetten Bruckners stehen auch auf dem Programm einer Konzertreise in die Städte Brixen, Bozen und Trient. „Die Südtiroler Illustrierte“ schreibt über das Konzert in Brixen: „Es war ein Konzert auf hohem Niveau, das in seiner Wirkung den Zuhörer in Staunen versetzte. So hätte es auch dem gottesfürchtigen Anton Bruckner gefallen„.

Vor allem in Trient gelingt es uns, das Publikum in enthusiastische Stimmung zu versetzen: Schon auf die ersten Motetten folgt minutenlanger Applaus, nach der e-Moll-Messe kennt die Begeisterung kaum noch Grenzen, und Prof. Wolf wird von Autogrammjägern bestürmt.

In Wien wird das Programm der Südtirolreise noch einmal aufgeführt, und aus den Mitschnitten der Konzerte entsteht die erste Live-CD der Chorvereinigung St. Augustin.

brucknerAm 11. Oktober 1896 starb Anton Bruckner im Wiener Belvedere; hundert Jahre später ist der Marmorsaal dieses Schlosses würdiger Rahmen für eine Gedenkstunde, bei der den Festgästen von der Chorvereinigung St. Augustin ein a-cappella-Programm mit Motetten Anton Bruckners und der Uraufführung zweier Motetten des zeitgenössischen Komponisten Ulf D. Soyka zu Gehör gebracht wird.

Am Abend desselben Tages folgt in der Universitätskirche ein von Erzbischof Christoph Schönborn zelebriertes Pontifikalamt zu Ehren Anton Bruckners mit der Aufführung der Großen Messe in f-Moll.

Der zweite Schwerpunkt im Jahr 1996 ist Joseph Haydn gewidmet. Im Rahmen der Haydn-Tage Wien wird der „Hymnus de Venerabili“ und die „Schöpfungsmesse“ in einem Konzert geboten.

Danach studiert der Chor das „Stabat Mater“ von Joseph Haydn wieder ein und führt es in einem Konzert des „Wiener Klangbogen“ sowie in der Stiftskirche Waldhausen/OÖ und in Altmünster/OÖ (im Rahmen der Gmundner Festspiele) auf.

1995

Von 1995 bis heute singt die Chorvereinigung beinahe jeden Sonntag in der Jesuitenkirche (Universitätskirche), wo sie nach den Jahren der „Wanderschaft“ ihre neue Heimat gefunden hat. In der Minoritenkirche finden, abgesehen von der Mitgestaltung der Hochfeste Ostern und Weihnachten, nur mehr einzelne Konzerte statt.

So wird für eine Abendmusik die Große Messe in As-Dur von Franz Schubert einstudiert. Diese Messe wird dann auch in der Dr.-Karl-Lueger-Gedächtniskirche am Zentralfriedhof und in der Kirche St. Georg-Kagran im Rahmen eines Hochamtes aufgeführt.

waldhausenWährend einer Chorwoche im Sommer wird Händels „Messias“ erarbeitet. Die beiden Konzerte mit diesem Werk in der Stiftskirche von Waldhausen/OÖ. und in Wien (Minoritenkirche) stellen gewiss einen Höhepunkt in der Geschichte der Chorvereinigung dar.

Ein anderer Höhepunkt geht am Abend des 18. Juni über die Bühne: Wir dürfen gemeinsam mit Luciano Pavarotti und der Budapester Philharmonie vor 17.000 begeisterten Zuhörern im Hof des Schönbrunner Schlosses musizieren. Die Chorvereinigung singt an diesem Abend den Osterchor aus Mascagnis „Cavalleria rusticana„, den Chor der Triumphszene aus „Aida“ und die Schlusskadenz „All’armi“ der Stretta aus „Il trovatore„.

1994

Im Jahr 1994 hat die Chorvereinigung ein erstes wichtiges Ziel erreicht – Wir singen wieder jeden Sonntag im Rahmen eines Hochamtes abwechselnd in der Minoritenkirche und in der Jesuitenkirche (Universitätskirche).

Mit Akribie hat Prof. Wolf in seiner Chronik für das Jahr 1994 nicht weniger als 51 musikalisch gestaltete Gottesdienste und 11 Konzerte vermerkt. Darunter findet sich ein Konzert in der Minoritenkirche mit Werken von Anton Bruckner (Große Messe in f-Moll und Te Deum) und ein Benefizkonzert für die Renovierung der Votivkirche mit Werken von Anton Bruckner und Antonin Dvorak.

1993

Die Trennung von St. Augustin

Für die „länger dienenden“ Chorsänger und vor allem natürlich für den Chorleiter war das Jahr 1993 ein tiefer Einschnitt: das Jahr des Exils. Wenn man zu einer bekannten, gar berühmten, Wiener Institution gehört – wie etwa vormals der Kirchenmusik von St. Augustin -, neigt man dazu zu glauben, daß diese Einrichtung (wahrscheinlich) immer so bestanden hat und (voraussichtlich) auch immer weiter so bestehen wird. Dieser Glaube ist jedoch eine Täuschung, und dementsprechend enttäuscht waren auch die Mitglieder des früheren „Augustinerchores“, als sie sich am letzten Sonntag im Jänner 1993, wie an jedem Sonn- und Feiertag über Jahrzehnte, zum Einsingen für die Gestaltung des 11-Uhr-Hochamtes in ihrem Probenraum im ersten Stock des Augustinerkonvents, dem Augustinus-Saal, versammelten. Dort teilte ihnen der zuständige Pfarrer nämlich mit, daß ihre musikalische Gestaltung der Meßfeier nicht mehr erforderlich wäre, da bereits ein anderes Ensemble für diesen Zweck bestellt worden sei, und zwar für „jetzt und für die nächsten Sonntage“.

Danach, irgendwann in der Fastenzeit, so wurde mitgeteilt, wäre man sehr willkommen, wieder mitzusingen, allerdings unter neuer Leitung und ohne jene Person, die den Chor zu dem gemacht hat, was er heute (immer noch) ist. Diese Person, der Regens Chori von St. Augustin, Friedrich Wolf, war nämlich, für die meisten Beteiligten völlig überraschend, vom Pfarrer handstreichartig seines Amtes enthoben worden.

Der Chor ging mit seinem Leiter ins Exil. Im diesfalls schlechtesten Sinn des Wortes „von heute auf morgen“ stand nun eine Gruppe von über 70 Chorsängerinnen und -sängern „auf der Straße“. Die Chormitglieder, die sich größtenteils seit Jahren, vielfach auch seit Jahrzehnten, Verdienste – wenn auch keine materiellen! – im Dienst an Kirche und Kirchenmusik erworben hatten, waren plötzlich ohne kirchliche Heimat. Und dem Chor als Ensemble fehlte auf einmal alles üblicherweise zum „Überleben“ Notwendige: Es gab weder ein Probenlokal noch einen „Auftrittsort“, das heißt, eine geeignete Kirche, wo man hätte singen können. – Und, vielleicht am schlimmsten, es gab keine Noten! Das über die Jahre von Professor Wolf für Chor und Orchester eingerichtete Notenmaterial wurde in St. Augustin unzugänglich unter Verschluß gehalten.

M. Filzmaier

Der Neuanfang der Chorvereinigung St. Augustin

Wie oft hat der Chor von St. Augustin in den Jahren bis 1993 das Mozartrequiem aufgeführt! Am Abend des 11. März, so haben es viele von uns in Erinnerung, erfasst Sänger, Musiker und Publikum gleichermaßen eine eigenartige Stimmung, als wir – die eben erst gegründete Chorvereinigung St. Augustin – dieses einzigartige Werk in der Minoritenkirche unseren treuen Anhängern im Rahmen der Haydn-Tage zu Gehör bringen dürfen.

Man könnte meinen, eine Institution, die sich jahrzehntelang bestens bewährt hat, wird nach ihrem plötzlichen Ende gleichsam zu Grabe getragen. Doch schon die Tatsache, daß die Sängerinnen und Sänger des nun nicht mehr bestehenden Chores von St. Augustin überhaupt an jenem Abend nahezu vollzählig versammelt sind und gemeinsam musizieren (und daß dies eintritt, hätte wohl sechs Wochen zuvor niemand geglaubt) beweist, daß auf den Trümmern des Vergangenen schon etwas Neues im Begriff ist zu entstehen.

So stellt sich nach und nach die Zuversicht ein, daß die Chorvereinigung St. Augustin auch unter den völlig veränderten neuen Umständen eine Zukunft hat – vielleicht sogar eine einzigartige Chance zu einem Neubeginn, der sich, im nachhinein betrachtet, als vorteilhaft für den Chor erweisen wird.

Bis für die Chorvereinigung wieder eine einigermaßen geregelte Situation eintritt, ist es aber noch ein weiter, beschwerlicher Weg.
Zunächst fehlt es ja am Nötigsten: es sind keinerlei finanzielle Mittel, kein geeignetes Probenlokal und kein Notenmaterial vorhanden – und vor allem mangelt es am Wichtigsten: Es zeigt sich rasch, daß es äußerst schwierig ist, für ein Kirchenmusikensemble von der Größe der Chorvereinigung sowohl eine baulich geeignete Kirche in zentraler Lage als auch eine Pfarre zu finden, die an der regelmäßigen musikalischen Mitgestaltung der Gottesdienste durch einen namhaften Chor überhaupt interessiert ist.
In dieser Zeit des „Asyls“ haben wir neben zahlreichen Enttäuschungen auch viel Unterstützung von verschiedenen Seiten erfahren.

Da der Chor nun keine feste Heimstatt mehr hat, können Einladungen in verschiedene Kirchen wahrgenommen werden, etwa in die Pfarre St. Rochus im dritten Bezirk, nach St. Georg in Kagran, bald auch in die Votivkirche, die Malteserkirche und die Minoritenkirche.

chronik20Am 13. Mai folgt mit Franz Schuberts Es-Dur Messe schon das nächste Konzert in der Minoritenkirche, und es zeigt sich, daß uns viele Kirchenmusikfreunde ins „Exil“ gefolgt sind. Langsam beginnen sich auch die positiven Auswirkungen unserer Vereinsarbeit unter der Führung unseres Obmannes Dr. Otto Grumbeck bemerkbar zu machen. Zunächst wissen die Kirchenmusikfreunde ja gar nicht, wo wir auf einmal hingekommen sind. Erst nach und nach spricht sich herum, daß es uns noch gibt, und daß auch die Möglichkeit besteht, als förderndes Mitglied über unsere Aktivitäten regelmäßig informiert zu werden.

Zum Jahresende 1993 kann die Chorvereinigung St. Augustin auf ein erstes erfolgreiches Jahr zurückblicken: ein Pontifikalamt in der Klosterneuburger Stiftskirche mit Kardinal Groer; zwei Aufführungen der D-Dur-Messe von Antonín Dvorák, eine beim Ost-West-Festival in Krems (1. August) und eine anläßlich eines Pontifikalamtes mit den Bischöfen Georg Eder und Donato Squicciarini im Dom zu Salzburg am 24. Oktober.

chorchronikAls musikalischen Höhepunkt dieses Jahres kann die Chorvereinigung am 30. Oktober die „Missa“ des amerikanischen Kardiologen und Komponisten Richard Bing im Wiener Stephansdom zum ersten Mal in Europa aufführen. Für viele von uns stellt die Beschäftigung mit der Tonsprache Bings, eines Schülers von Carl Orff, musikalisches Neuland dar, und daher sind viele Proben und eine Chorwoche nötig, bis schließlich mit der Aufführung im Rahmen eines von Bischof Christoph Schönborn zelebrierten Pontifikalamtes ein beachtlicher Erfolg erzielt werden kann, der auch auf CD dokumentiert ist.

Im Dezember tritt die Chorvereinigung beim Heurigen „Wolf“ in Neustift am Walde an einem für einen Kirchenchor doch etwas ungewöhnlichen Ort vor die Fernsehkamera, um für die Weihnachtssendung „Licht ins Dunkel“ einige Adventlieder und Motetten aufzunehmen. Mit einem Mal erfährt eine breite Öffentlichkeit, daß es uns gelungen ist, uns zu konsolidieren, und daß die Qualität unserer musikalischen Darbietungen unter den unerfreulichen Ereignissen nicht gelitten hat.

Eugen Lindorfer